Asterix würde sagen: „Die spinnen ja, die JackWolfskins.“
Und wer kann Asterix schon widersprechen?

Was ist passiert?
Martina Hopf, eine Hobby-Bastlerin, verkaufte über das Handarbeitsportal DAWANDA selbstgebastelte Kissen, Strampler und Stickdateien – u.a. mit obigem Muster. Das aber gefiel der Firma Jack Wolfskin überhaupt nicht. Und da versteht man keinen Spass. Denn alles Pfotenähnliche ist geschützt und gehört Jack Wolfskin. Nur Jack Wolfskin. Martina Hopf hat sich also der Marken-Piraterie schuldig gemacht. Streitwert 20.000 EURO. Und so erhielt sie eine saftig kostenpflichtig Abmahnung. Ohne vorherige Rücksprache.
Nochmals > es geht hier um in Heimarbeit hergestellte Dinge in Kleinstauflagen, die irgendwo eine pfotenähnliche Stickerei (siehe Foto oben) haben.
Mehr dazu findest du bei SpiegelOnline.
…
Und jetzt überlege ich > ist es auch strafbar, wenn ich Pfotenabdrücke einer Katze oder eines Hundes z.B. im Schnee fotografiere und dieses Foto dann verkaufe?
Muss ich dann auch 991 EURO Abmahngebühr bezahlen?
Na ja, vielleicht auch nur 850 EUR.
Nachtrag:
Unten auf der Startseite von Jack Wolfskin steht fett > Lernen Sie uns kennen!
Und hier noch ein Link: WERBEBLOGGER
UPDATE
J.W. lenkt ein > Zeit Online
Den Denkansatz mit den Fotos hatte ich auch schon. Wäre dann ja imwahrsten Sinne des Wortes eine Bildmarke.
„Super Werbung“ für die Firma. Ich gestehe, ich kannte sie bis zu dieserbodenlosen Frechheit nicht.
Hoffentlich sind die Leute so schlau und kaufen von dieser Firma nichts mehr. Nur so kann man als Einzelner, meiner Meinung nach, auf diese moderne P.iraterie antworten. Oh, muß ich jetzt auch mit einer Abmahnung rechnen?
*Schluck!* Ich habe vor einiger Zeit einen scherzhaften Post online gestellt mit der Filzstiftkarikatur einer Katzenpfote. Ich hoffe, ich muß das jetzt nicht löschen, das käme ja einer Zensur gleich!
Ich bin gespannt, wann die Anwaltkolonne von J.W. sich mal wieder dazu äußern will…
da heißt es aber ….“up jepaaast!“
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ich mag die Sachen eh nicht mehr, damit läuft ja Hinz und Kunz rum, das ist schon wieder Uniform!
Martina tut mir leid…ich hoffe sie lässt sich nicht allzu sehr einschüchtern und hat dennoch Spaß an ihrer Arbeit!
*kopfschüttel*..ich lern die mal kennen!
Lass mal, Jack will ich gar nicht kennen lernen – die Klamotten sind eh völlig überteuert.
J.W. hat angeblich einen Rückzieher gemacht und will sich zukünftig erstmal selbst, und nicht gleich mit Anwälten, mit den Hobbybastlern in Verbindung setzen.
Na, da haben die Leutchen aber gut zu tun, denn ich denke mal, daß mindestens einmal pro Stunde irgendwo auf diesem schönen blauen Planeten irgend jemand auf einem Blog, einer Website, Homepage oder sonstwie im Internet eine Katzen- bzw. Hundepfote online stellt…
Nun ja, vielleicht gibt’s dann am Jahresende für die geplagte Managerriege von Jack W. Bonusse in Millionenhöhe, als zusätzliche Stresszulage…
Ich glaube, sie haben sich selbst einen Bärendienst erwiesen.
Als ich es in der Tageszeitung las, fand ich die bis dato so geschätzte Marke schon nicht mehr so gut und werde mir in Zukunft sehr überlegen, ob ich diese Wolfsklaue ab sofort wohl übersehen werde – geflissentlich – und zwar für alle folgenden Jahre.
Mir fällt ein, daß eine alte Bekannte über dieses Handarbeitsportal ihre Ware verkauft… Ach, du Schreck
@ trashfamous: Herzlichen willkommen auf meinem Blog.
Da muss man schon aufpassen, egal ob die Pfote vom Wolf oder Katze oder Hund. Alles gehört Jack Wolfskin. Aber Gottseidank gibt es eine Solidarität. Manche Firmen meinen, sie können mit ihrem Geld und mit willigen Rechtsanwälten den Verbraucher einschüchtern. Falsch gedacht.
In der Werbeszene werden Meetings oft abfällig als Schwanzvergleich bezeichnet. Und wenn man auf diesem Niveau beleibt, würde ich sagen, lieber Jack-Wolfskin-Verantwortliche > ihr habt einen verdammt Kleinen.
@ Babbeldieübermama: Ich könnte mir VORSTELLEN, dass der Entscheider bei Jack Wolfskin (der der die Anwälte losgehetzt hat) von einem Mitbewerber aus der Branche bezahlt wurde, um damit Jack Wolfskin selbst zu schädigen. Nur so ist das aus meiner Sicht zu erklären. Traurig ist, dass einige Anwälte anscheinend für Geld alles machen. Damit stehen diese rangmäßig (meiner Meinung nach) unter den Prostituierten (Nutten).
Liebe Freidenkerin, für deine Katzenpfoten findet sich bestimmt auch ein geldgeiler Anwalt
Nein, es geht nur darum wenn du etwas verkaufst. Egal ob und wieviel du Gewinn machst.
Die „taz“ hatte übrogens einige Jahre vor dieser dubiosen Firma einen Katzenabdruck als Logo. Hat es aber nicht schützen lassen. Dann kamen die Wolfskins, haben einen Wolfspfotenabdruck machen lassen, den auch gleich schützen lassen und „taz“ verklagt. Ob die Entscheidung des deutschen Gerichts juristisch korrekt und rechtens war, sei dahin gestellt.
Recht haben bedeutet noch lange nicht, vor deutschen Gerichten Recht bekommen. Nur qer Geld hat bekommt (meistens) Recht.
@ Max: Herzlich willkommen auf meinem Blog.
Anwälte tun nur das, für was sie Geld bekommen. Ob man die Schreibtischtäter oder die Handlanger als die eigentlichen Übeltäter bezeichnen will, das ist nicht nur hier die Frage.
@ Bonafilia: Es betrifft ja nicht nur Martina Hopf sondern auch andere, die den Abdruck von Katzenpfoten verwendet haben.
Wir leben schon in einem komischen Rechtsstaat. Manche Anwälte können anscheinend ganz gut durch Abmahnungen leben.
@ Wortman: Interessant wäre auch, wo und unter welchen Bedingungen diese Produkte überhaupt hergestellt werden.
wenn du die fotografierst, solltst du die Fotos nieee kommerziell vermarkten.
Und du meine Katzenfreund, pass auf, denn deine Katzen hinterlassen Spuren …
Danke für die Info, liebe Babbeldieübermama.
Liebe Bruni, Pfotenabdrücke sind eigentlich was Schönes. Jetzt aber muss ich sagen > sie sind nicht nur schön sondern können auch manchmal verdammt teuer werden. So lange es noch Jack Wolfskin gibt.
Die werden wahrscheinlich dort hergestellt, wo andere Marken das auch machen: In Billiglohnländern…
„Jack Wolfskin – Dies ist erst der Anfang“
Die Bären-Community hat Ärger mit JW:
http://skorpionstich.wordpress.com/2009/10/22/jack-wolfskin-dies-ist-erst-der-anfang/
Hallo Rabe, danke für den interessanten Link.
Nur durch den Druck der Öffentlichkeit (Solidarität im Internet) haben die Wölfe im DAWANDA-Fall den Schwanz eingezogen.
hallo schanzenbach,
ein teilerfolg, hart erkämpft. aber die – m.m. nach nicht verwechselbare – pfote dürfen die (abgemahnten) dawanda-leutchen nicht mehr verwenden. und der markt für abmahnungen ist schier unerschöpflich angesichts der unzahl von pfoten, tatzen etc. im netz (von hundeschulen bis zum tierschutzverein) und produkten von hundeleinen bis hin zu spardosen und haarspangen….
Übrigens, herzlich willkommen auf meinem Blog.
Du hast Recht, es wird bestimmt noch eine Abmahnflut einsetzen > von hörigen Rechtsanwälten.
Wie ich weiter oben bereits geschrieben habe >
1.: Was passiert, wenn ich einen Pfotenabdruck im Schnee fotografiere und dieses Foto dann verkaufe bzw. damit Geld verdiene?
2.: Die „taz“ hatte zuerst die Pfote. Ließ sie aber nicht schützen. Ich glaube 2 Jahre später ahmte J.W. die Pfotenidee nach – und lies das Logo und die Idee schützen. „taz“ wurde daraufhin erfolgreich abgemahnt.
Ich habe selten eine so perfekt initiierte Selbsthinrichtung erlebt, wie die von Jack Wolfskin.
Lassen wir sie; es kann nur hilfreich für andere Unternehmen sein.